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Romeo und Jabulile (Jugendroman)
Ueber die Liebe eines suedafrikanischen Maedchens zu einem Jungen aus Simbabwe waehrend der Angriffe auf Auslaender in Suedafrika 2008. Erscheint als Hardcover im Peter Hammer Verlag ab 15. Februar 2010 (gleichzeitig auch in Englisch bei Maskew Miller Longman Publishers, Cape Town). Mehr auf dieser Website unter "Buchtitel: Afrika".
Auf Leben und Tod
- wie in der Welt gestorben wird (Sachbuch fuer Erwachsene)
Ueber vielfaeltige Formen des Umgangs mit Sterben und Trauer in verschiedenen Kulturen, mit Fotos und zahlreichen persoenlichen Berichten. Erscheint bei der Guetersloher Verlagsanstalt, Guetersloh, ab 15. Maerz 2010. Mehr auf dieser Website unter "Buchtitel: Tod oder Leben ?"
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"Themba" als Spielfilm im Kino und auf DVD

Waehrend der Dreharbeiten: Regisseurin Stefanie Sycholt, Lutz van Dijk, der Hauptdarsteller von "Themba" Nat Singo und Jugendliche aus dem Township Masiphumelele bei Kapstadt.
2009 wurde der Roman "Themba" als suedafrikanisch-deutsche Ko-Produktion an Originalschauplaetzen in Suedafrika verfilmt unter der Regie von Stefanie Sycholt und u.a. mit Jens Lehmann in der Rolle eines Fussball-Scouts und suedafrikanischen Stars wie der Saengerin Simphiwe Dana. Kinostart in Suedafrika war am 15. Juli 2010 (www.thembathemovie.com), in Deutschland am 5. August 2010 (www.themba-movie.com, hier auch Informationen zum Verleih des Films).
In Deutschland hat der Spielfilm bereits den renommierten Bernhard-Wicki-Preis sowie den Filmpreis des DGB 2010 gewonnen. Die englische Ausgabe des Romans "Themba - A Boy called Hope" kann bestellt werden ueber www.shuters.com (oder direkt: sales@shuters.com).
Es gibt Unterrichtsmaterialien zu Buch und Film (u.a. im Verlag an der Ruhr, Muehlheim 2010), die Film-DVD ist voraussichtlich ab 2011 erhaeltlich.
Eine ausfuehrliche Rezension des Romans erschien 2006 zur Erstveroeffentlichung im "Berliner Tagesspiegel" (siehe unten).
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Berliner Tagesspiegel zu "Themba" (Juni 2006):
Deutschlandradio zu "Die Geschichte von Liebe und Sex" (Februar 2008):
Kluge Aufklärung
von Kim Kindermann
Obwohl Sex heutzutage beinahe omnipräsent ist, sind die Jugendlichen keineswegs informiert über biologische Fakten und Begrifflichkeiten. Abhilfe schafft da der Jugendbuch-Autor Lutz van Dijk. Sein Buch "Die Geschichte von Liebe und Sex" nimmt den jungen Leser mit auf eine Reise durch die Jahrhunderte und Kontinente. Er zeigt den Umgang mit Sexualität in verschiedenen Gesellschaften und Zeiten.
Die 16-jährige Südafrikanerin Thando erzählt von ihrer Angst, sich beim ersten Sex mit Aids anzustecken. Wem kann sie trauen, wenn das Thema Aids in ihrem Land nicht ehrlich besprochen wird? Wenn alle aus Scham schweigen? Und dass, obwohl jeden Tag 800 zumeist junge Menschen in Südafrika an der Immunschwäche sterben.
Die 13-jährige Maricella von den Philippinen traut sich nicht, um Hilfe zu rufen, als sie von einem älteren Mann vergewaltigt wird. Auch dass sie sich seitdem prostituieren muss, um ihre Familie zu ernähren, darf sie nicht erzählen.
Der 32-jährige Frank Frühling, der seit einem Unfall im Alter von zwölf Jahren schwer behindert ist, beschreibt seine Sehnsucht nach einem Liebhaber. Einem Mann, der seinen gelähmten Körper gerne berührt und der nicht abgeschreckt wird durch die Behinderung, der den Menschen Frank Frühling liebt.
Drei Menschen. Drei Kulturen. Drei Geschichten um das erste Mal. Alle aus dem hier und heute und schon sie zeigen, worum es Lutz van Dijk in seinem klugen Buch "Die Geschichte von Liebe und Sex" geht: In der Liebe wie auch beim Sex gibt es auch heute noch viel zu oft Missverständnisse, falsche Scham, Ausbeutung und Unterdrückung. Und dass, obwohl wir doch angeblich in einer sexuell freizügigen Zeit leben, wo junge Menschen glauben, alles zum Thema zu wissen, immer früher ersten Sex haben, abgebrüht über das Thema sprechen und Onlinedating gängige Praxis ist.
Dabei zeigen Studien: Immer noch sind junge Leute ahnungslos, wenn es um Sachen Liebe und Sex geht. Sie kennen sich nicht aus. Weder die biologischen Fakten sind ihnen bekannt, noch sind sie mit den Begrifflichkeiten, Bildern und Behauptungen rund um das Thema vertraut.
Und genau hier setzt Lutz van Dijk an: Er nimmt seine Leser mit auf eine abenteuerliche Reise rund um das erste Mal. Dabei fängt er bei Adam und Eva an, erzählt von den verschiedenen Schöpfungsmythen und berichtet anschließend, wie Liebe und Sex in Afrika, Asien und Europa zu verschiedenen Zeiten bewertet und gelebt wurden. Dabei stellt er den historischen Schilderungen immer auch die persönlichen Erzählungen von Zeitzeugen zur Seite, und ermöglicht so einen sehr persönlichen Zugang zu einem sehr privaten Thema.
So erzählen Julama und Jirma, beide Angehörige eines der ältesten nordafrikanischen Stämme, den Wodaabe, dass es bis heute üblich ist, kleine Mädchen und Jungen schon im Kindesalter zu verkuppeln, um ihre materielle Sicherheit zu gewährleisten. Gleichzeitig dürfen sie später, wenn sie verheiratetet sind, Liebschaften zu anderen suchen, um ihre Sehnsucht auszuleben.
Bei den ägyptischen Pharaonen war es lange üblich, die eigene Schwester zu heiraten und zu schwängern, wohingegen dieses Verhalten dem normalen Volk strengstens verboten war und unter strenger Strafe stand.
Bei griechischen Philosophen war es hingegen üblich, junge Studenten als Liebhaber zu haben. Für die jungen Männer galt dies als höchste Ehre und Auszeichnung.
Und in Japan wird bis heute die Geisha als hoch gebildete Gesellschafterin verehrt und ist keinesfalls mit einer Prostituierten zu verwechseln. Und trotzdem besteht eine feste traditionelle Moral, die es ihren Mitgliedern vorschreibt, auf jeden Fall eine Familie zu gründen und die vorgegeben Rollen von Frau und Mann zu erfüllen.
Parallel zu diesen unterschiedlichen Traditionen erklärt der Jugendbuchautor van Dijk immer auch, wo Begriffe wie etwa lesbische Liebe oder Hermaphrodit herkommen, was Minnesang war und um was es in Goethes Buch "Die Leiden des jungen Werthers" geht. Darüber hinaus werden bedeutende Sexualforscher wie Magnus Hirschfeld und Alfred Kinsey genauso vorgestellt wie die Frauenrechtlerin Margaret Sanger.
Die Leser erwartet also eine gewagte, bunte Mischung, die ihren Fokus aber immer auf ein Phänomen legt: Egal welche Kultur vorherrscht, eine jede war und ist von Gesetzen und Normen geprägt, die verbindlich für ihre Mitglieder versucht festzulegen, was richtig und was falsch ist. Sei es durch Gesetze, Strafandrohung und/oder Prügel. Ohne damit jedoch zu verhindern, dass es immer auch Widersprüche und Extreme gab und geben wird. Und genau das macht dieses Buch zu einer mutigen Aufforderung, die eigene Sexualität akzeptieren zu lernen und sie liebevoll auszuleben - solange sie nicht die körperliche Unversehrtheit anderer verletzt.
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